Iserlohn engagiert sich für Elektomobilität
29/06/2016

Iserlohn engagiert sich für Elektomobilität

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Die Stadt Iserlohn, Goldkommune im Rahmen des European Energy Awards, hat sich dies auf die Fahnen geschrieben und engagiert sich aktiv für den Ausbau der Elektromobilität.

Mobilität und Verkehr spielen eine wichtige Rolle in der strategischen Ausrichtung kommunalen Handelns. Einerseits sind sie wichtige Stellschrauben für die soziale und wirtschaftliche Entwicklung einer Kommune. Andererseits müssen klima- und umweltrelevante Auswirkungen berücksichtigt und minimiert werden. Diese beiden Entwicklungslinien stellen ein Spannungsfeld dar, in dem es nach nachhaltigen und zukunftsorientierten Lösungen zu suchen gilt.

Elektromobilität kann hier einen wichtigen Ansatz bieten, um einerseits die soziale und wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit einer Kommune zu fördern und gleichzeitig den Klima- und Umweltschutz voranzutreiben und damit eine deutliche Steigerung der Lebensqualität zu erreichen.

Bereits im September 2014 zum Auftakt des EU - Projektes „Emobility Works“, an dem Iserlohn sich mit viel Engagement beteiligt,  skizzierte der Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens seine Vision von der zukünftigen Mobilität in der Stadt als  „leise und klimaschonend“. Seither wurde vieles erreicht.

Im Rahmen des Projektes „Emobility Works“, das von der Beratungs- und Service Gesellschaft Umwelt in Kooperation mit der Berliner Agentur für Elektromobilität und mit Förderung der Europäischen Union im Rahmen des Programmes Intelligent Energy Europe umgesetzt wird, wurde ein Netzwerk von Akteuren mobilisiert , die Ausgangssituation Iserlohns im Hinblick auf das Thema Elektromobilität analysiert und ein langfristiger Aktionsplan entwickelt.

Der Aktionsplan unterteilt sich in fünf Handlungsfelder, die alle wesentlichen Aktionsbereiche von der kommunalen Flotte und der notwendigen Infrastruktur, über Kooperationen bis hin zu den rechtlichen Rahmenbedingungen und der notwendigen Information der Öffentlichkeit beinhaltet. Das zugrundeliegende Prinzip des Aktionsplanes ist, dass die Stadt Iserlohn sich als Katalysator begreift, die durch gezielte Projekte im Stadtgebiet die Förderung der Elektromobilität vorantreibt, jedoch immer auch die Vernetzung mit der Wirtschaft, eine Einbindung in bestehende Konzepte und eine Kooperation in der Region berücksichtigt, um verfügbare Potenziale auszuschöpfen, eine nachhaltige und langfristige Entwicklung zu ermöglichen und wichtige Synergien zu erzeugen.

So plant die Stadt beispielsweise Fahrzeuge der  kommunalen Flotte schrittweise bis 2020 durch Elektrofahrzeuge zu ersetzen soweit deren Anforderungsprofile dafür geeignet sind und hat dies auch im Rahmen der Beschaffungsrichtlinie verankert. Die Stadt geht so durch eine beispielhafte Nutzung der Elektromobilität in allen verfügbaren Facetten voran und möchte so Anreiz bieten, dies auch ins unternehmerische und private Handeln zu übertragen.

Im Bereich der Ladeinfrastruktur wurde eine Kooperation der Stadtwerke Iserlohn mit einen Anbieter von Ladelösungen realisiert. Aktuell konnten dadurch im Stadtgebiet eine hohe Abdeckung mit Ladesäulen erreicht werden und die Stadtwerke entwickelten ein neues Geschäftsfeld im Bereich Mobilitätsdienstleistungen. Natürlich wird die Energie zur Ladung der Fahrzeuge, der SauerlandStrom mobil, aus erneuerbaren Quellen gewonnen, denn nur auf diese Weise kann Elektromobilität wirklich CO2 frei sein.

Die Grundlage des Aktionsplanes und des Netzwerkes in Iserlohn ist es eine Win-Win Situation für alle beteiligten Akteure zu gewährleisten. Die Bürger profitieren von sauberer und leiser Mobilität, die Unternehmen profitieren von neuen Geschäftsmöglichkeiten und die Kommune verbessert ihre Position in Sachen Energieeffizienz und Klimaschutz. Dadurch wird auch die Lebensqualität der Einwohner verbessert, was einen wichtigen Wettbewerbsvorteil für die Kommune ist im Bereich des Zuzugs von neuen Bürgern und der Ansiedlung neuer Unternehmen.